Trend PR-Markt allgemein versus Entwicklung von ofischer communication

Kürzlich fragte das prmagazin bei uns an, wie wir die wirtschaftlichen Aussichten der deutschen PR-Agenturbranche für das Jahr 2012 bewerten würden. Und wie wir die Perspektive für ofischer communication sähen. Lesen Sie hier unsere Antworten.

1.       Welche Entwicklungen erwarten Sie für den PR-Markt allgemein im Jahr 2012?
Wir gehen davon aus, dass der Markt wachsen wird. Immer mehr Unternehmen erkennen, wie wichtig PR für ihren Erfolg ist. Zudem wird redaktioneller Content, also Texte, Fotos und Infografiken, verstärkt nachgefragt. Dieser wird vor allem für die Fachpressearbeit und die eigene Homepage sowie für Webmarketing generell benötigt.

2.       Spezieller: Welche Teilmärkte werden wachsen, welche unter Druck geraten?
Agenturen, die sich nicht spezialisiert haben, spüren bereits heute einen wachsenden Preisdruck. Ihre Leistung ist austauschbar und in hohem Maße vergleichbar. Zudem sind sehr viele unspezifisch aufgestellte PR-Dienstleister am Markt. Das schadet im übrigen der gesamten Branche.

3.       Wie bereiten Sie sich in Ihrem Unternehmen auf diese Entwicklungen vor?
ofischer communication hat den Wandel von der Full service-Agentur zum spezialisierten Nischenanbieter bereits vor einigen Jahren abgeschlossen. Unsere Spezialisierung auf B2B-Kommunikation für Industriegüter wird von unserer engen Zielgruppe, den Investitionsgüterherstellern, sehr positiv aufgenommen. Immer wieder bekommen wir gespiegelt, dass die Marketingentscheider in der B2B-Kommunikation inadäquate Vertriebsanrufe erhielten. Von PR-Dienstleistern, die sich mit den Besonderheiten in der Investitionsgüterkommunikation nicht auskennen. Weil wir diesen Dialog auf Augenhöhe führen können, werden wir als Berater akzeptiert, unsere Kommunikationsprodukte sind gefragt.

4.       Wie hat sich ihre Agentur seit der Krise 2009 entwickelt? Warum hat sie sich so entwickelt? Zum Beispiel: Welche herausragenden Projekte oder Kunden haben Sie seitdem betreut?
Wir sind sogar weitestgehend unbeschadet durch die Wirtschaftskrise gekommen. Auch hier liegt der Grund in unserer Spezialisierung. Wir sind jetzt seit zehn Jahren am Markt und betreuen unsere Kunden langfristig – einen sogar schon seit acht Jahren. Unsere Kunden vertrauen uns und bauen sehr viel gemeinsames Spezialwissen zu komplexen Technologien und schwierigen zu verstehenden Produkten auf. Es war ihnen wichtig, dass dieses Wissen in unserer Agentur nach der Krise weiterhin verfügbar war. Sicherlich war dies der entscheidende Grund, warum die Budgets nur Moderat zurückgefahren wurden. Wir sind immer stolz, wenn wir einen Technologieführer für die Zusammenarbeit mit ofischer communication gewinnen können. Doch noch wichtiger scheint mir unser Fokus auf bestimmte Produkte und unsere prozessorientierte Arbeitsweise in der Kommunikation zu sein. Diese zeigt sich beispielsweise in unserem Produkt „Internationale Fachpressearbeit für Industriegüter“, wo wir auf „Themenvertrieb mit Key Account-Ansatz“ setzen.

5.       Welche Folgen könnte eine neuerliche Krise für die Struktur der PR-Branche haben? Was könnte sich strukturell verschieben? Erwarten Sie beispielsweise eine Konsolidierung?
Es wird zukünftig immer häufiger Wirtschafskrisen geben. Als PR-Agentur für Industriegüterkommunikation werden wir uns weiter und noch stärker auf die sehr speziellen Bedürfnisse von Industriegüterherstellern einstellen. Agenturen ohne klares Profil werden es schwer haben.

6.       Der Trend geht ja beispielsweise weg vom Jahresetat zu mehr projekt- und anlassbezogenen Vergütungen. Wie wird sich die Etatpolitik im Jahr 2012 entwickeln?
ofischer communication hat zu 95 Prozent Jahresetats, denn unsere Kunden denken für ihre Produkte langfristig. Dazu gehören auch langfristige Zusammenarbeiten mit ihren Dienstleistern. Allerdings haben wir festgestellt, dass es einfacher ist, auf Projektbasis eine vertrauensvolle Beziehung zu schaffen, die dann nach einiger Zeit in einem langfristigen Rahmenvertrag zementiert wird.