Krisen-PR in der Finanzkrise

Marketingentscheider sehen sich in diesen bewegten Börsentagen oftmals unerwarteten Fragen ausgesetzt. Arbeitnehmer wollen wissen, wie sicher ihre Arbeitsplätze sind. Investoren erwarten Antworten zu Finanzierung und Liquidität des Unternehmens, ggf. muss der Börsenkurs täglich oder sogar noch häufiger neu interpretiert werden.

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Die Dringlichkeit der Fragen und ihre enorme Relevanz für das externe wie interne Image des Unternehmens führen zwingend zu einem Vorgehen wie in der Krisen-PR vorgezeichnet. Wohl dem, der dann nicht auch noch tatsächlich Krisen in der PR kommentieren muss.

Im Idealfall sollte die Kommunikationsabteilung jetzt Servicestelle und Redaktion sein, um die Anfragen zu kanalisieren, Informationen im eigenen Unternehmen schnell zu recherchieren, um sie anschließend kurzfristig an die entsprechenden Zielgruppen weiterzugeben. Typisch Krisen-PR eben. Nur dass die Krise diesmal höchstwahrscheinlich weder hausgemacht ist, noch sich mit Bordmitteln abwenden ließe. Aber gerade in einer solchen Situation heißt es Rückgrat zeigen und professionell und souverän kommunizieren.

Dazu gehört vor allem viel Offenheit, die der Kommunikator von der ersten Führungsebene ständig neu einfordern muss. Denn vielfach werden die PR-Manager in der Krise mit dem sehr menschlichen Verhalten Feigheit und Verstecken konfrontiert. Das ist zwar in Grenzen nachvollziehbar, doch nicht tolerabel. Entsprechend müssen die PR-Verantwortlichen alles tun, damit die Zielgruppen in ihrem Informationsbedürfnis befriedigt werden. Nur so lässt sich der Imageschaden wenigstens begrenzen.

Krisen-PR in der Finanzkrise bedeutet auch Chancen, z. B. in der Mitarbeiterkommunikation. Hier können die Mitarbeiter der Unternehmenskommunikation den Servicecharakter ihrer Abteilung unter Beweis stellen. Warum nicht einmal den Einlagensicherungsfonds erklären oder verraten, was es mit den 20.000 Euro auf sich hat, die auf der Bank abgesichert sind. Die drängenden Fragen sind:

  • Ist mein Geld sicher?
  • Bis zu welcher Höhe ist es abgesichert?
  • Wieviel gilt das Versprechen der Bundeskanzlerin, dass kein Sparer auch nur einen Euro verlieren wird?
  • Muss ich Gold kaufen?
  • Und: Werde ich bald arbeitslos sein?

Nur Mut! In dieser prekären Situation heißt es: Wer schnell reagiert und offen kommuniziert, zieht seine Zielgruppen auf seine Seite.