CreateMedia.NRW: Kollaborationstool für Kreativität 4.0

Die Kreativwirtschaft braucht dringend neue Möglichkeiten der Kollaboration.

Die Wahrheit ist: In der Medien- und Kreativwirtschaft von NRW kocht jeder sein eigenes Süppchen. Ganz gleich ob Software- und Games-Industrie, Werbemarkt, Designwirtschaft, Musikmarkt, Filmwirtschaft oder Pressemarkt. Die Medien- und Kreativunternehmen in NRW eint allenfalls ihre Heterogenität. ofischer meint: Das muss sich ändern! Die Kreativen in NRW brauchen eine neue Form der Zusammenarbeit (Kollaboration). Mit diesem Vorhaben wird ofischer communication am Leitmarktwettbewerb CreateMedia.NRW teilnehmen.

ofischer communication® kümmert sich als kreative b2b-Marketingagentur vor allem um die „Emotionalisierung von erklärungsbedürftigen Themen™“. Agenturinhaber Oliver Fischer: „Dabei geht es meist weniger um den kreativen Erstschlag, als darum die Beteiligten im Marketing auf dasselbe Ziel einzuschwören und ihnen die Möglichkeit zu geben, dieses Ziel in ihrem Bereich überhaupt zu erreichen.“ Denn nach Erfahrung der Kommunikationsexperten von ofischer müssen sich Kreative immer wieder mit gleichermaßen überkommenen wie hartnäckigen Marketingmythen herumschlagen.

Einige Beispiele, die die Arbeitswirklichkeit von Kreativen aufzeigen:

  • „Wenn ich eine Anzeige schalten kann, kann ich auch eine PR schalten.“
  • „Sie können doch Maschineschreiben, dann können Sie auch Pressetexte tippen.“
  • „Wir haben diese großartige neue Digitalkamera, dann können wir ja jetzt das Honorar für den Fotografen sparen.“
  • „Wir haben jetzt noch mehr Rechenpower. Da kann unser Eventmanager das neue Event jetzt doch ganz schnell programmieren.“
  • „Mit der neuen Grafiksoftware kann unsere Marketingabteilung das Design gleich mit erledigen. Was, wir haben keine Designer? Ist egal, die müssen das können…“
  • „Das kann ein Einzeldienstleister doch gar nicht schaffen.“

Von diesem Niveau müssen sich die Kreativarbeiter lösen, sich gemeinschaftlich stärker profilieren. Insbesondere die Anforderungen von Kreativleistungen für das Internet kann die Kreativwirtschaft oft nur noch im Verbund einlösen. Immer häufiger sind hybride Lösungen gefragt, die mehrere Kreativbereiche vereinen, etwa Programmierung, Musik, Film, Text, Design und Architektur. Zur Bekanntmachung kommt vielleicht noch eine Eventreihe hinzu, also ein weiterer vernetzter Bereich, der zudem eine Anbindung in die virtuelle Welt des Webs braucht.

Übergreifend Synergien einlösen

Um diesen neuen Anforderungen gerecht werden zu können und gemeinsam stärker zu werden, braucht die Kreativwirtschaft dringend neue Möglichkeiten der Kollaboration. Nur so lassen sich große, wirtschaftlich attraktive Aufträge überhaupt realisieren und übergreifend Synergien einlösen. Damit sichern die Kreativen ihre Wettbewerbsfähigkeit und erschließen sich neue Märkte.

Neuartiges Kollaborationstool bringt Kreative zusammen

Dies führt zu der von vielen Kreativen immer wieder reklamierten verstärkten wirtschaftlichen Sicherheit, aber auch zu mehr Teilhabe. Denn der gesellschaftliche Wandel bedeutet momentan eine zunehmende Vereinzelung und teilweise Vereinsamung vieler Kreativer. Mit verstärkter Kollaboration und dem Arbeiten in vernetzten Teams verbessert sich der soziale Zusammenhalt drastisch.

Aus Sicht von ofischer communication ist dafür eine völlig neue Form der Zusammenarbeit nötig. Die Vision: Ein neuartiges Kollaborationstool bringt die verschiedenen Arbeitsbereiche der Kreativwirtschaft zusammen.

Die Anforderungen an Kollaboration 4.0 für Kreative – die Vision von einem idealtypischen Tool:

  • attraktiv
  • einfach
  • animierend
  • einladend
  • spielerisch
  • webbasiert
  • gleichberechtigt
  • dynamisch
  • mit Zeiterfassung
  • medienkonvergent
  • offenes Wiki
  • Videoschaltungen
  • Chats
  • virtuelle Team-Büros mit 360°-Animation
  • Real live-Sound Design
  • klare Regeln
  • Zuweisung von Jobs

Medienexperte Fischer: „Wenn die Herausforderungen für eine medienübergreifende Zusammenarbeit nicht so immens wären, könnte man natürlich einfach ein gutes Projektmanagementtool nehmen. Doch was nutzt das beste Werkzeug, wenn niemand damit arbeiten will. Wir erleben immer wieder, dass Medienschaffende vor Kollaborationssoftware prinzipiell zurückschrecken.“ Selbstverständlich handelt es sich dabei in aller Regel nicht um mangelnde Bedienkompetenz, sondern die geringe Bereitschaft und das fehlende Wissen um den enormen Nutzen solcher Tools. Daher wird ein entscheidender Schritt bei der Entwicklung des Kollaboration 4.0 Tools seine Attraktivität sein, aber auch die Forschung rund um die Fragestellung, was Kreative dazu bewegen kann, ein solches Tool überhaupt einzusetzen. Nur dann können sie gemeinschaftlich agieren, Synergien nutzen und fit für die Zukunft werden.

Die Umsetzungspartner im Netzwerk:

  • Forschung
  • Didaktik
  • Software/Programmierung
  • Kreation, Design, Inhalte
  • Video

Projektdauer:

Voraussichtlich drei Jahre.