Finanzkommunikation – die großen Standardthemen als Checkliste

Kommunikatoren in der Finanzkommunikation verfügen über einen ganzen Köcher voll Themen, mit denen sie die internationale Finanzfachpresse professionell bedienen können. Die Erfolgsstory muss durchgängig erzählt werden und jeden Investor beim Studium seines bevorzugten Finanzfachtitels begeistern.

Vor allem gilt das natürlich für börsennotierte Konzerne, aber auch privat geführte Unternehmen können mit internationaler Financial PR bei Kunden und Mitarbeitern punkten. Generell gilt: Alle Finanznachrichten des Unternehmens müssen immer zwei große Fragenkomplexe bedienen:

  • Wer ist dieses Unternehmen, was produziert es, und welche Ziele verfolgt es?
  • Was spricht für ein Investment in dieses Unternehmen?

Viele Industriegüterhersteller, Investitionsgüterunternehmen und sonstige B2B-Unternehmen bedienen sich noch lange nicht ihrer gesamten Themenvielfalt in der Finanzkommunikation. Der Grund: Oft haben die PR-Manager einfach zu wenig Zeit, sich ihre kompletten Themen bewusst zu machen.

Für einen einfacheren Arbeitsalltag haben wir bei ofischer communication eine Checkliste mit den wichtigsten Berichtsanlässen für die Finanz-PR zusammengestellt:

  • Produkte, die sich überdurchschnittlich verkaufen
  • Dienstleistungen oder Produkte, die ein Alleinstellungsmerkmal am Markt bedeuten
  • Vertriebserfolge von strategischem Rang

Wichtig, Produktmeldungen für die Finanzkommunikation können nur erfolgreich sein, wenn der finanzielle Aspekt herausgestellt wird. Eine reine Übernahme der Presseinformationen für die technische Fachpresse reicht nicht aus und kann sogar zur Verärgerung des Finanzjournalisten führen.

  • Konzern-News oder Unternehmensnachrichten
  • Kommentar zum Kursverlauf der Aktie
  • Erfolgreiche Platzierung von Anleihen
  • Verkündung von Umsatz und Gewinn bzw. EBITDA (auch Zwischenberichte, etwa Quartalsberichte)
  • Mitarbeiterbeteiligung (Aktienprogramme)
  • Bewerbung der aktuellen Investor Relations Roadshow
  • Telefonkonferenzen für Investoren und Analysten
  • Unternehmenspräsentationen vor Ort, etwa in Banken – auch international
  • Akquisitionen
  • Partnerschaften
  • Konsolidierungen
  • Investitionen in neue Anlagen oder auch Regionen und Länder
  • Einweihung neuer Standorte
  • Wachstumsmeldungen
  • Kapazitätserweiterungen in der Produktion
  • 100 Tage- oder Jahres-Bilanzen von Produkten, Dienstleistungen, Standorten, Managern etc.
  • Ausblick
  • Staatliche Förderungen
  • Erteilung behördlicher Genehmigungen
  • Sponsoring und welche Ziele es verfolgt

Themensetting

  • Wofür steht das Unternehmen, wie lautet die unternehmerische Vision, was bedeutet das für die Unternehmensentwicklung?
  • Erschließung neuer Märkte, etwa China – langfristige strategische Betrachtung
  • Verknüpfung mit Megatrends, z.B. Umweltschutz, Energiewende, Mobilität
  • Besetzung oder Verwendung von Schlüsseltechnologien
  • CSR-Themen, die sich finanziell positiv auswirken
  • Nachhaltigkeit

Personalien von strategischem Rang

  • Wechsel im Vorstand, der Geschäftsführung oder Veränderungen im Aufsichtsrat
  • Seltener: Wechsel auf Bereichsleiterebene, aber z.B. bei Forschung & Entwicklung manchmal sinnvoll